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Unser Ziel

Unser Ziel

Seit Dezember 2014 engagieren wir uns an der rechtswissenschaftlichen Fakultät für mehr Teilhabe von älteren Menschen an der heutigen hochjuristisierten und -bürokratisierten Gesellschaft, und dem Sozialstaat, sowie mehr Chancengleicheit im Rechtssystem.

In der Praxis stoßen juristische Laien, sobald es um Problemstellungen mit rechtlichem Hintergrund geht, oft an ihre Verständnisgrenzen. Dies kann schon bei auf amtsdeutsch verfassten Anträgen und Formularen beginnen und sich bis zur notwendigen zeitnahen Reaktion auf drohende Amtshandlungen erstrecken. Erst recht gilt dies für ältere Menschen, die es zusätzlich noch mit vielen neuen Regelungen - oftmals zusätzlich noch verbunden mit dem Einsatz von immer mehr Technik- zu tun haben. Stehen ihnen keine Angehörigen zu Seite, die sie dabei unterstützen, stehen sie oftmals vor einem unlösbaren Problem, welches sich – obgleich sie vielleicht objektiv „im Recht“ sind – nachteilig für sie auswirkt. Am Rechtssystem direkt Beteiligte, die möglicherweise helfen könnten sind (wie etwa Rechtsanwälte) verpflichtet, für ihre Leistungen einen festgelegten Kostenbetrag zu verlangen, oder haben als Richter aufgrund ihrer unabhängigen und neutralen Stellung im Rechtssystem kaum Möglichkeiten, eine Partei zu beraten.

An dieser Stelle möchte sich der Verein im Lichte der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts für mehr Rechtschutz- und Rechtswahrnehmungsgleichheit des älteren Teils der Bevölkerung einsetzen, indem er den helfenden Angehörigen als eine Art Scharnierstelle zwischen Senioren und helfenden Institutionen ersetzt. Nicht jedoch sollen bereits vorhandene Beratungsangebote wie etwa Rechtsanwälte oder Angebote der Stadt oder Caritas ersetzt werden. So begleiten wir beispielsweise bei Behörden- und Verwaltungsangelegenheiten, geben rechtliche Ersteinschätzungen oder leisten im Bedarfsfall Weitervermittlung an Beratungsdienste, karitative Institutionen oder Fachanwälte.